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Cookie Management

Cookie Management

Bei DSGVO, E-Privacy, Cookies & Co bleibt die Verunsicherung im deutschsprachigen Raum  nach wie vor groß, wenn es darum geht, eine rechtskonforme Website zu betreiben.

Opt-In und was das für Sie bedeutet

Spätestens seit dem Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 spielt das Thema Datenschutz eine große Rolle. Seit einem EuGH-Urteil im Oktober 2019 wurde der Einsatz von Cookies nochmals verschärft. Die Opt-In Pflicht für Cookies war bereits vor dem Urteil umstritten. Im EuGH-Urteil wurde aber entschieden, dass insbesondere Tracking-Cookies eine aktive Einwilligung des Nutzers bedürfen. Wie lässt sich diese Einwilligung (Opt-In) umsetzen? Welche Cookies sind auf Ihrer Website überhaupt im Einsatz? Diese und weitere Fragen versuche ich in diesem Beitrag zu erklären.

Haben Sie Cookies im Einsatz?

Besonders wer frisch mit einer neuen Website oder einem Online-Auftritt startet, weiß oft gar nicht, ob und welche Cookies auf der eigenen Seite im Einsatz sind. Hierzu kann ich das Tool  Webbkoll oder die Browsererweiterung Ghostery empfehlen. Diese listen die einzelnen Cookies konkret auf.

Wann benötigen Sie eine Cookies-Einwilligung?

Laut Rechtsanwalt Thomas Schwenke bedarf der Einsatz unbedingt erforderlicher (auch als “notwendig”, bzw. “essentiell” bezeichneter) Cookies, keiner Einwilligung der Nutzer. Die Krux an der Sache ist, dass es keinen verbindlichen Katalog notwendiger Cookies gibt. Rechtsanwalt Schwenke schreibt in seinem Beitrag dazu folgendes:

„Die Ansichten wann Cookies unbedingt erforderlich sind, reichen von “Nie” bis “Google-Analytics-Cookies sind notwendig, um eine Website wirtschaftlich zu betreiben und damit überhaupt am Leben zu erhalten“. Als hinreichend sicher können die folgenden Cookies als notwendig betrachtet werden:

  • Warenkorb-Cookies eines E-Shops;
  • der Login-Status einer Community;
  • die Sprachauswahl auf einer internationalen Webseite;
  • Cookies, die eine Cookie-Einwilligung speichern;
  • Cookies, die der gleichmäßigen Lastenverteilung (Load Balancing) einer Website dienen.“

Da die Grenzen der Notwendigkeit damit nicht klar sind, sehe ich alle nicht technisch notwendigen Cookies als nicht unbedingt erforderlich an. Werden also weitere Cookies wie Facebook Pixel, Google Analytics eingesetzt, ist aus meiner Sicht eine Cookie-Einwilligung erforderlich. 

Welche Cookie Consent Tool Anbieter gibt es?

Mittlerweile gibt es auf dem Markt mehrere Anbieter, mit denen eine Einwilligung der Cookies umgesetzt werden kann. Diese Cookie Management Tools werden auch Cookie-Opt-In-Banner oder Consent-Banner genannt. Gearbeitet habe ich bisher mit Cookiebot, usercentrics und Borlabs Cookie*.

Klare Empfehlung: Borlabs Cookie-Plugin!

Bei WordPress-Seiten die größer als 100 Einzelseiten sind, ist meine klare Empfehlung das Plugin von Borlabs Cookie. Borlabs Cookie bietet umfangreiche optische Möglichkeiten für das Cookie Consent Tool, ist deutschsprachig und laut eigenen Angaben mit allen Caching Plugins kompatibel. Mit folgenden Caching Plugins habe ich Borlabs Cookie getestet bzw. im Einsatz und kann dies bestätigen:

  • WP-Rocket
  • W3 Total Cache
  • WP Fastest Cache und
    WP Super Cache.

Sehr erfreulich ist bei Borlabs Cookie, dass ein Content Blocker integriert ist. So können beispielsweise YouTube, Google Maps oder Social Media Posts sicher eingebettet werden, da der IFrame mit dem Inhalt erst bei Klick durch den Besucher geladen wird. Bei so einem wertvollen Plugin bin ich gerne bereit, etwas zu bezahlen. Für eine Website kostet Borlabs Cookie (jeweils mit einem Jahr Support und Updates) 39€, für zwei Seiten 59€ und für 25 Websites 149€.

Wird nur eine sehr kleine Website betrieben, empfehle ich Cookiebot. Bei weniger als 100 Unterseiten ist die Benutzung nämlich frei. Bei weniger als 500 Seiten kostet Cookiebot aber bereits schon 9€ pro Monat und pro Domain. Im Vergleich zu den Premium-Standardfunktionen ist die kostenlose Version zudem noch eingeschränkt (unter anderem keine Anpassungsmöglichkeiten für den Banner und keine Einwilligungsstatistik)

usercentrics kostet in der kleinsten Variante (bis zu 20.000 Sessions pro Monat) 8€ monatlich zzgl. Mehrwertsteuer. Dieses Tool bietet eine große Auswahl an optischen Möglichkeiten und bietet eine Demoversion an.

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